Offener Brief an Maschmeyer, Pohl und Kempchen

An die Gründer oder Patrons von AWD, DVAG und OVB

Sehr geehrte Herren Dr. h.c. Carsten Maschmeyer, Prof. Dr. Reinfried Pohl, Wilfried Kempchen

Auf Anregung des ARD-Panorama-Fernseh-Redakteurs Christoph Lütgert, möchte ich auf diesem öffentlichen Briefwege an Ihre geschätzte Spendenfreudigkeit appelieren.
Sie alle sind bestens dafür bekannt, dass Sie Armen und Bedürftigen, vorderhand Kindern und Behinderten, gerne mit jovialen Geldspenden zur Seite springen.
Die Öffentlichkeit, insbesondere Landes- und Bundespolitiker, und selbstredend natürlich auch die Spendennehmer, wissen diese Ihre Spenden selbstverständlich sehr zu schätzen.

An dieser Stelle gestatten Sie mir eine kurze Zwischenbemerkung:
Sollten Sie wider Erwarten einmal meinen Roman lesen, wird Ihnen auffallen, dass mein Protagonist Francisco Ansa einmal unter Ihnen, respektive unter dem Protagonisten Carl Meyer, die MLM-Pyramide erklommen hat. Wir wissen also gemeinsam wovon wir sprechen...

Im Sinne dieser Zwischenbemerkung erlaube ich mir, Sie auf eine neue Spendenbedürftigkeit aufmerksam zu machen, die sogar in einen gemeinsamen Dach-Fonds münden könnte.
Sie drei wissen besser als jeder andere, wie viele Menschen im Laufe Ihrer 23 respektive 41 Jahre Strukturvertrieb & Menschendurchlauferhitzer, in finanzielle Abhängigkeit zu Ihnen oder Ihren Unternehmen geraten sind. Unzähligen Mitarbeitern sind aufgrund dieser finanziellen Abhängigkeiten riesen Schulden gegenüber Ihren Unternehmen oder Dritten entstanden, und unzählige wurden in die Privat- und Handelsgeschäfts-Insolvenz getrieben.

Aus den in Ihren Unternehmen angesammelten Schulden erwuchsen nicht selten noch größere und leidvollere Familienschicksale, die leider so manche/-n Familien-Vater, -Mutter mit Kindern in den Suizid trieb.
Nicht unerwähnt sollte dabei bleiben, dass sich viele Ihrer Mitarbeiter aufgrund Ihrer Schuldenforderungen offenbar genötigt sahen, Kunden nicht ausreichend oder falsch zu beraten; in ungezählten Fällen sollen Kunden sogar wissendlich übervorteilt worden sein, nur um aus derart fragwürdig erwirtschafteten Vermittlungsprovision vorderhand Ihren fragwürdigen Kapitaldienst leisten zu können.

Sehr geehrte Herren, ich rege deshalb an, dass Sie schnellstens einen Dachfonds für überschuldete, insolvente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gründen, und auch deren kinderreichen Familien joviale Finanzspenden zukommen lassen - im Selbstmarketing sicher auch noch gut als Proaktiv-Kundenschutz zu verkaufen.

Mit Ihren Milliarden-Vermögen und Ihren gewachsenen Erfahrungen wird es Ihnen sicher möglich sein, eine juristisch unbedenkliche, unpräjudizielle Form für einen solchen Dachfonds zu finden, sodass Sie sicher in keiner Weise ein zahlungsverpflichtendes Schuldeingeständnis abgeben.
Die steuerlichen Vorteile die Ihnen aus einem solchen Fonds entstehen, kennen Sie ja; ganz zu schweigen, von der positiv-medialen Öffentlichkeit...

19.02.2011
Mit besten Grüssen
Maximilian von Ah
Buchautor des Romans GELD FRESSEN SEELE AUF